Marler Deichprojekt treibt 95 Millionen Euro Ausbau voran

Marler Deichprojekt treibt 95 Millionen Euro Ausbau voran

marler Projekte an der Lippe bekommen weiter Geld und Fläche. Der Lippeverband plant im Schnitt jährlich 150 Millionen Euro und hält an seinem größten Bauvorhaben in Haltern-Lippramsdorf und Marl fest.

Beim Treffen des Genossenschaftsrats in der Essener Hauptverwaltung ging es um aktuelle Projekte und Maßnahmen für eine blaugrüne Zukunft der Lippe-Region. Michael Kalthoff sagte, Vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse gewinnt der Hochwasserschutz immer mehr an Bedeutung. Projekte wie das Deichneubauprojekt in Haltern-Lippramsdorf und Marl sind daher für den Hochwasser- und Naturschutz gleichermaßen wichtig. Die Verbesserung der Hochwassersicherheit an der Lippe und die Renaturierung des Flusses gehen dabei Hand in Hand miteinander.

Essen und die Lippe-Region

Der Lippeverband feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Kalthoff ist stellvertretender Ratsvorsitzender des Lippeverbandes und Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft; für ihn stehen die Deicharbeiten in Marl und Haltern-Lippramsdorf für das laufende Programm des Verbands.

Die HaLiMa-Maßnahme wird im Rahmen des Programms Lebendige Lippe im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Sie soll der Lippe deutlich mehr Raum geben, indem die Deiche weiter nach innen verlegt werden.

HaLiMa bei Marl

Der Neubau der Lippe-Deiche in Haltern-Lippramsdorf und Marl ist derzeit das größte Bauprojekt des Verbands. Der erste Abschnitt an der Nordaue wurde Ende 2025 auf 3,7 Kilometern fertiggestellt; dort entstanden 42 Hektar Auenfläche, und die neuen Deichwege wurden für die Öffentlichkeit geöffnet.

Die Südaue ist der letzte Bauabschnitt und läuft noch. Dort entstehen auf rund 500 Metern ein neuer Deichkörper und weitere 18 Hektar Auenfläche, beschrieben als etwa 25 Fußballfelder. Die Maßnahmen schaffen rund drei Millionen Kubikmeter zusätzlichen Rückhalteraum.

95 Millionen Euro für HaLiMa

Für das Projekt sind 95 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert ein Drittel, RAG Aktiengesellschaft zwei Drittel.

Bis Herbst 2026 soll der erste Bauabschnitt inklusive des Lippe-Balkons fertig sein. Der Abschluss der Südaue ist für Ende 2027 vorgesehen, und damit bleibt für Menschen an der Lippe vor allem eines greifbar: mehr Schutzraum am Fluss und neue Flächen, die zugleich wieder Teil der Landschaft werden.

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