Thomas Hitzlsperger: DFB spricht drei Stunden mit Julian Nagelsmann

Thomas Hitzlsperger im Fokus: Die DFB-Spitze sprach in Frankfurt drei Stunden mit Julian Nagelsmann über das WM-Aus und seine Zukunft.

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Thomas Hitzlsperger: DFB spricht drei Stunden mit Julian Nagelsmann

Thomas Hitzlsperger steht im Mittelpunkt einer DFB-Debatte, die am Donnerstag in Frankfurt drei Stunden dauerte: Die Verbandsführung sprach mit Julian Nagelsmann über das frühe World Cup-Aus und über seinen möglichen Rücktritt als Bundestrainer.

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Bernd Neuendorf, Rudi Völler und Hans-Joachim Watzke saßen mit am Tisch. Für Nagelsmann hängt daran mehr als eine interne Aussprache, denn sein Vertrag läuft bis nach der Europameisterschaft 2028.

Frankfurt und die DFB-Zentrale

Die Runde fand in der Frankfurter DFB-Zentrale statt und drehte sich um die Frage, wie der Verband auf das Aus reagiert. Nagelsmann wurde in dem Gespräch eher als uneinsichtig beschrieben. Das Gespräch dauerte drei Stunden und setzte damit ein klares Signal: Der Verband wollte nicht nur das Turnier analysieren, sondern auch die Personalfrage sofort ansprechen.

Der DFB reagierte auf Anfrage nicht offiziell und ließ die Sitzung damit nicht selbst verifizieren. Genau darin liegt die Reibung dieser Geschichte: Auf der einen Seite steht der Bericht über ein langes Gespräch an der Spitze, auf der anderen Seite die Zurückhaltung des Verbands, der den Vorgang nicht öffentlich einordnete. Für die Leitung der Nationalmannschaft bleibt damit die wichtigste Frage offen: Wie geht es mit Nagelsmann weiter?

Musiala nach dem WM-Aus

Jamal Musiala machte am Donnerstag, 02.07., mit einem Instagram-Eintrag deutlich, wie sehr das frühe Ende nachwirkt. Er schrieb, dass es noch schwer sei, an irgendetwas anderes zu denken, und ergänzte: „Euch alle enttäuscht zu haben, schmerzt vielleicht am meisten.“

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Auch Bastian Schweinsteiger hatte sich nach dem blamable WM-Aus in der Sechzehntelfinale gegen Paraguay zu möglichen Folgen geäußert. Er sagte, man müsse alles hinterfragen, sprach über nötige Veränderungen beim DFB und nannte Jürgen Klopp und Rudi Völler als ein mögliches Dream-Team, falls Nagelsmann nicht weitermacht. Damit ist die Personalfrage nicht mehr nur intern, sondern längst Teil der öffentlichen Debatte.

Klopp, Völler und der nächste Schritt

Reinhard Grindel verwies auf eine frühere Planung aus dem Jahr 2019. Damals hätten Vertreter des DFB Jürgen Klopp in Liverpool eine mögliche Nachfolge für Joachim Löw im Jahr 2022 erläutert; nach seinem Rücktritt im April 2019 sei diese Überlegung nicht weiterverfolgt worden. Der Name Klopp bleibt damit im Umlauf, ohne dass der Verband sich festgelegt hätte.

Für den DFB zählt jetzt vor allem, ob aus dem Frankfurter Gespräch ein klarer Kurs entsteht. Nagelsmanns Zukunft ist nach dem Dreistunden-Treffen der Punkt, an dem die WM-Aufarbeitung in eine Entscheidung über die Führung der Nationalmannschaft kippt.

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Sports journalist reporting on tennis, golf, and international sports events. Credentialed at Wimbledon, the US Open, and the Masters.