Oliver Glasner steht hier nicht im Zentrum des Spiels, sondern als Teil einer WM-Berichterstattung, in der nach dem Sechzehntelfinale zwischen Mexiko und Ecuador zwei Menschen bei einem WM-Fanfest in Mexiko-Stadt ums Leben kamen. Der Vorfall rückt die Sicherheitsfrage bei öffentlichen Feiern in den Fokus, weil er unmittelbar nach Abpfiff passierte.
Eine 19 Jahre alte Frau und ein 44-Jähriger erstickten nach Abpfiff der Partie. Lokale Behörden bestätigten die Todesfälle, nachdem Berichten zufolge eine Gruppe von Menschen gegen eine öffentliche Toilette gedrückt worden war. Der Unfall ereignete sich im Stadtteil Colonia Juárez.
Mexiko-Stadt und Clara Brugada
Clara Brugada schrieb auf X, dass die Rettungskräfte umgehend reagiert hätten. Sie sagte: „Alle medizinischen Notfallprotokolle wurden aktiviert, doch leider sind die Betroffenen verstorben.“ Dazu rief sie dazu auf, stets verantwortungsbewusst, umsichtig und mit Einfühlungsvermögen zu feiern.
Genau darin liegt die Reibung dieses Vorfalls: schnelle Hilfe war da, am Ende starben trotzdem zwei Menschen. Für Besucher eines WM-Fanfestes zählt dann nicht nur die Stimmung nach einem Spiel, sondern auch, wie dicht Menschenströme geführt werden und ob Flucht- und Rettungswege frei bleiben. Der Text nennt dazu keinen weiteren Ablauf, nur das Ergebnis im Gedränge.
WM 2026 und Raphaël Noufele
Der Vorfall fällt in eine WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet und erstmals 48 Mannschaften umfasst. Bei den bisher 72 Partien kamen 4.644.549 Zuschauer, und die FIFA meldete außerdem, dass 11 Prozent aller als beleidigend eingestuften Beiträge auf eine rassistische Art waren, drei Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt bei der WM in Katar.
Raphaël Noufele wurde bei der WM 2026 als fünfmillionster Zuschauer auf dem Spielfeld geehrt und bekam von Didier Deschamps das Trikot von Désiré Doué. Das ist ein anderes Bild derselben Weltmeisterschaft: hier die Massen auf den Tribünen, dort ein Fanfest, bei dem die Menge tödlich wurde. Vergangene Woche starb in Cabo San Lucas zudem ein Autofahrer, nachdem er nach Mexikos Sieg gegen Tschechien in eine feiernde Menschenmenge gefahren war; Alberto Rentería bestätigte seinen Tod.
Für den Vorfall in Mexiko-Stadt bleibt damit vor allem die gleiche praktische Frage offen, die für Besucher solcher Feiern zählt: wie genau es in Colonia Juárez zu dem tödlichen Gedränge kam. Die dritte im Raum stehende Todesperson wurde bislang nicht offiziell bestätigt.






