Olaf Thon hat Schalke 04 vor dem Heimspiel gegen FC Bayern zu einem respektvollen Umgang mit Manuel Neuer aufgefordert. Der Klublegende zufolge sollte der frühere Schalker Nationalspieler am Abend um 18.30 Uhr nicht ausgepfiffen, sondern für seine Leistung als weltbester Torwart anerkannt werden.
Das Spiel in Gelsenkirchen hat für Neuer eine besondere Bedeutung. Der 60-Jährige betonte, dass es sich möglicherweise um den letzten Auftritt des Bayern-Keepers an seiner alten sportlichen Heimat handeln könnte. Genau deshalb wollte Thon den Blick vor allem auf Wertschätzung und nicht auf alte Gräben lenken.
Thon: Neuer soll nicht ausgebuht werden
Im ran-Interview machte Thon seine Haltung sehr klar. Er sagte, er hoffe, dass Neuer nicht ausgebuht werde, weil er bei Schalke ausgebildet worden sei und dort zum Nationalspieler wurde. Stattdessen solle man seine Leistung respektieren und akzeptieren.
Thon formulierte den Appell direkt an die Fans: Er wünsche sich, dass die Schalke-Anhänger den Torwart mit offenem Herzen empfangen und applaudieren. Zugleich räumte er ein, dass er selbst nicht sicher sei, ob es wirklich dazu kommen werde. Gerade das zeigt aber, wie besonders die Ausgangslage rund um Schalke Vs Bayern ist: Es geht nicht nur um drei Punkte, sondern auch um den Umgang mit einer prägenden Figur aus der Vereinsgeschichte.
Schalke gegen Bayern: Thon erwartet ein offenes Spiel
Auch sportlich traut Thon S04 einiges zu. Er sagte, Schalke werde fighten und das Spiel offen gestalten. Sein Tipp fiel auf ein Unentschieden, ausdrücklich verbunden mit der Erwartung, dass die Mannschaft keine hohe Niederlage kassiert.
Für Thon spricht dabei, dass Schalke zwar eine schwierige Saison vor sich habe, aber nicht nervös werde oder zerfalle, wenn der Bundesliga-Start nicht sofort perfekt laufe. Die Mannschaft sei gefestigt, zusammengeblieben und habe ein System. Das ist eine klassische Pundit-Bewertung: kein übertriebener Optimismus, aber genug Vertrauen, um Bayern zumindest zu ärgern.
Blick auf Bayern und die neue Ordnung unter Kompany
Thon ordnete auch die Entwicklung bei FC Bayern ein. Max Eberl bezeichnete er als den Königstransfer, der sich auch in einem neuen Vertrag für den Sportvorstand niederschlage. Gleichzeitig lobte er Vincent Kompany dafür, dass sich beim Rekordmeister auch ein Trainer entwickeln könne, der nicht die naheliegendste erste Wahl gewesen sei.
Thon zog sogar eine Parallele zwischen Kompany und Miron Muslic. Beide stünden für Menschlichkeit und Überzeugungskraft, sagte er. Damit rückte er das Duell Schalke Vs Bayern nicht nur als nostalgische Rückkehrer-Geschichte in den Fokus, sondern auch als Moment, in dem sich die neue Gegenwart beider Klubs spiegelt.
Am Ende bleibt vor allem eine klare Botschaft: Für Manuel Neuer dürfte der Abend in Gelsenkirchen emotional werden, für Schalke sportlich anspruchsvoll. Thons Wunsch ist eindeutig, doch ob die Fans ihm folgen, wird sich erst zeigen, wenn um 18.30 Uhr der Anpfiff ertönt.







